Konstruieren wir uns doch mal das kleine Schwarze…

nach Anleitung natürlich.
Das Ganze aus dem Buch Kleider im Japanischen Stil von Sato Watanabe.
Die Anleitungen bestehen nur aus Zeichnungen und Maßangaben.
Es gibt keine fertigen Schnittmuster.
Die muss man sich erstellen.
Um die Schnitte zu konstruieren, benötigt man nur die eigene Brust- oder Hüftweite. Durch einfache Formeln und dem berühmten Dreisatz passt man den Rest danach an.

Es funzt. Und sogar sehr gut!

Ein kleines Schwarzes hatte ich mir schon lange gewünscht aber kauftechnisch nie passendes gefunden.
Entweder sah es zu damenhaft aus, war nicht mein Stil, hatte keine Taschen, wirkte zu elegant, um es zu wirklich allen Gelegenheiten und Jahreszeiten tragen zu können.
Es sollte durch seine Schlichtheit bestechen *räusper*, aus gutem Stoff, gut kombinier- und lange tragbar sein.
Ich möchte es sowohl im Alltag als auch zu festlichen Anlässen und Partys tragen können, ohne mich verkleidet zu fühlen.
Halt die eierlegende Wollmilchsau unter meinen Kleidern.

Bitteschön. Da isses.

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Ein Konstrukt aus rechteckigen Teilen (bis auf den Rock, der läuft zur Taille hin schmaler zu) und geraden Nähten, meinem Hüftumfang angepasst, und tiiiieeefen Taschen. Schmal, lang und unten sehr weit.
Ein echter Hingucker!

Von Vorteil ist, dass ich eine sogenannte „H“-Figur habe. Heißt: keine sonderlich großen Abweichungen nach oben vorne und unten hinten ´raus 😉 Ich bin so der flache androgyne Typ.
Mit mehr Fülle im Brust, Bauch- und Po-Bereich hätte ich wirklich rumknobeln müssen.
So war es ein Klacks.

Genommen hab ich dunkelgrauen Köper, einem fest gewebten Baumwollstoff. Sehr strapazierfähig, das Zeug. Fühlt sich ein wenig wie dünne Zeltplane an… 😉
Dazu etwas Vlies für die Ausschnitt- und Armbelege und Nähgarn.
Lange Lineale, mein Schneidbrett mit Maßangaben, Kreide, Baufolie zur Schnitterstellung, ´ne gute Schere und etwas Grips.
That´s all. 🙂

Eine klitzekleine Herausforderung war die Herstellung der Taschen mit Kellerfalte – bei mir heißen die Blasebalgtaschen -. Die hatte ich noch nicht.
Dank der hervorragenden Anleitung klappte alles auf Anhieb! 🙂

Das Kleidchen hat mich Pi-mal-Auge ca. 23,- Euronen gekostet:
Stoff von stoffe.de, 2 m = 18,98 €
Nähgarn = 3,20
Der Rest war vorhanden.

Zeitaufwand = keine Ahnung, innerhalb 1 Woche habe ich es zusammen gekloppt.
Ich hab immer mal abends ein paar Stündchen dran gesessen und nebenbei dem Hörbuch Das Lied von Eis und Feuer 1 gelauscht. Da musste ich öfter Päuschen machen, weil es so unglaublich spannend war… 😉

Und ab damit zu RUMS.

 

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16 Gedanken zu “Konstruieren wir uns doch mal das kleine Schwarze…

  1. Ungewöhnlich, aber gut – gefällt mir, besonders die Seitenansicht mit der großen Tasche. Das ist mal wirklich ein Allround-Kleid zum immer-Anziehen. Du hast wahrscheinlich die ideale Figur für die japanischen Schnitte.

    • Danke schön :)))
      Da die Art meiner Mutter bestimmt auch gefallen wird, knobel ich da mal ein bisschen dran rum.
      Das mit der idealen Figur ist mal so und mal so.
      Bei einem Blusenschnitt aus einem anderen Buch waren meine Schultern zu breit… Die sind halt sehr zierlich, die Japanerinnen 🙂

      lg dani

  2. Wie schön, da täuschte mich der Eindruck auf dem kleinen RUMS-Bildchen doch nicht – ich hab’s direkt erkannt ;-). Eine sehr gelungene Umsetzung! Einen Köper hätte ich mir wohl zu schwer und fest vorgestellt, aber so sieht er nun sehr geeignet aus, und Du hast Dir ein schönes Alround-Kleid genäht, wie Lucy schon schreibt.

    Darf ich Dich einladen zum Japan-Sew-Along auf „Tanoshii“? Ich habe leider gerade nicht im Blick, ob Du dort schon kommentiert hast: http://tanoshii-schneidern.blogspot.de/. Ich würde mich freuen, wenn Du Lust hast, Dich mal durchzuklicken.

    Ich zeige zum heutigen RUMS übrigens auch ein Modell aus diesem Buch – einfach ein rundum schöner Band, aus dem Du hoffentlich noch mehr zeigen wirst 🙂

    Liebe Grüße
    Catrin

    • Hallo Catrin
      und herzlichen Dank! 😃💋
      Dein Japan-Sew-Along hab ich natürlich schon gesehen 😃 und habe auch schon darüber nachgedacht, mitzumachen.
      Also werde ich mir deinen Blog auf jeden Fall noch mal genauer anschauen!
      Lieben Gruß
      Dani

    • Hallo BuxSen
      Und Dankeschön 😃💋
      Ich glaube, es ist bisher mein bestes Selbstgenähtes geworden. Ich bin sogar schon am Überlegen, es mir noch einmal zu nähen, dann mit einem klitzekleinen Reißverschluss im Rückenteil. Das Ausziehen ist eine kleine Herausforderung… 😉 aber ansonsten: ein Teil, das mir viel Freude macht!!!
      Lieben Gruß
      Dani

    • Hallo Lucy,
      Trau dich! 😃 ich war auch skeptisch und dachte, dass das viel zu eng wird. Aber bei beiden Kleidern hat es sehr gut funktioniert! Am meisten Spaß macht die Schnitterstellung, die allerdings auch am längsten dauert. Und die Umrechnerei ist nicht so schlimm.
      Lieben Gruß
      Dani

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