Original und Fälschung.

In den letzten Monaten fand ich keine wirklich interessanten Schnitte für mich.
Und ehrlich: ich hatte auch keinen Bedarf, mir etwas Neues zu nähen – mein Schrank ist voll meiner selbst gewerkelten Hosen, Kleider und Oberteile.
Und alle werden fleißig getragen, jawoll.

Aaaaabeeer…

Ich fand im Buchhandel meine Vertrauens ein schönes Buch namens Lieblingsklamotten kopieren.
Und das machte mich extrem neugierig.

Ich erinnere an mein Debakel mit der Blusennährerei vor einigen Jahren… da passte nix wirklich. (Sie weilt übigens nicht mehr unter uns…)
Also erstmal die Blusennäherei ad Acta gelegt und ein Teilchen letztes Jahr im Second-Hand erstanden, den Kragen ratzfatz abgeschnitten, sodass nur noch der Kragensteg übrig blieb und die Ärmel auf 3/4 gekürzt. Sie ist leicht tailliert und Farbe und  Muster gefallen mir sehr.
Kurzum: ein Lieblingsteil.

Und das sollte jetze kopiert werden. Ohne es zu zerschnippeln.

Und nachdem ich ein neues Kopierrädchen geschenkt bekam – das alte war ziemlich abgenudelt – ging´s los.

Wichtig: eine weiche, etwas dickere Unterlage zum Schutz der Tischplatte drunterlegen – hilft ungemein gegen hässliche Kopierradspuren 😉

Ich habe die Bluse teilweise auf das darunter liegende Packpapier kopiert, die schwierigen Stellen – Kragen und Rückenpasse – habe ich von oben auf eine durchsichtige Folie mit Edding abgezeichnet.

Och ja. Es funktioniert ganz ordenlich.

Und hier ist der Prototyp.

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Und ich hatte keine Probleme mit der Knopfleiste! Ich denke da an das Drama bei dem Japan-Blusenschnitt! Aber hier konnte ich ja am Original gut abgucken 🙂
Einzig Knopf und Knopfloch am Kragen hätte ich mir schenken können. Naja, zumindest werde ich am Kragen einen kleinern Knopf annähen, dann liegt der Kragen besser an.

Streber, wie ich bin habe ich die Ärmel, damit die schön reinpassen, mit Hilfe des Hofenbitzer-Buches angefertigt (war teuer, muss ich benutzen 😉 ). So richtig mit Berechnung der Ärmelkugelhöhe und  Ausmessen des vorderen und hinteren Armlochumfangs. Da gab´s dann null Probleme beim Einnähen mit Falten und Fältchen…

Die Nächste werde ich im Rücken ein bisschen enger gestalten, aber sonst bin ich super zufrieden mit dem Ergebnis!

Und ab zu RUMS damit!

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3 Gedanken zu “Original und Fälschung.

  1. Chic deine neue Bluse. Die macht mir ja Mut. Ich habe mir gerade das Buch „Doppelgänger im Schrank“ ausgeliehen.Indem geht es um…..genau Lieblingsklamotten kopieren 😉
    Liebste Grüße
    Nina

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