Zopfmuster: Fertig!

Vorab: es war nicht so schwer, wie ich dachte.

Vorlage für die Wärmflaschenummantelung war dieses Foto
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Gesehen bei Amalie loves Denmark und für gut befunden 😉

Draus geworden ist bei mir dies hier
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Mal abgesehen davon, dass es ein kleines bisschen zu weit geworden ist, kamen meine Berechnungen gut hin 🙂
Ne Maschenprobe wäre ne gute Idee gewesen…

Angefangen habe ich am Flaschenhals.
Dann Maschen zugenommen, bis ich die Gesamtbreite des Beutels hatte.
Vorn dort aus einfach mit dem Zopfmuster ein langes Rechteck – also von vorne um die Wärmflasche der Länge nach herum – bis ich wieder auf der Rückseite am Flaschenhalsansatz ankam.

Immer schön beim Fernsehen dran gewerkelt – stricken hat ja durchaus was meditatives – schaltete sich kurz vor Ende des Teils mein Gehirn wieder ein mit der Frage:
Wie bekommste eigentlich die Wärmflasche hinein und gegebenenfalls wieder heraus nachdem du die Ummantelung zusammen genäht hast???

Schluck…!

Es musste also ein Öffnung her.

Grübel…

Ein Einschub! YEAH!!!!
Dank meiner Westen-Aktion wusste ich ja, wie man Armschlitze strickt.
Also Schlitz gestrickt – Maschen in der Breite des Schlitzes abnehmen und in der nächsten Runde wieder aufnehmen – und weiter mit dem rückwärtigen Flaschenhals.

Und da mir der Schlitz so zu nackig erschien, daran noch eine Blende gestrickt, die den Einschub der Wärmflasche gnädig versteckt.

Dann noch ein paar Knöppe dran und zwei Häkelschlingen für selbige, damit die Blende nicht absteht oder gar aufklappt.

    PI-CO-BEL-LO!

Ich finde das Teil schon ganz schön knuffig!
Und wenn ich bedenke, dass ich mir das alleine ausgeknobelt habe… MÄCHTIG STOLZ ICH BIN :)))
Und die Idee mit der Einschub-Blende…

Meine Strickkentnisse habe ich übrigens aufgefrischt mit dem Strickheft von „Brigitte“? Grundmaschen und Muster und solche abgefahrenen Sachen wie Blenden dranstricken 😉 sind dort für Dummies wie mich verständlich erklärt.

Nichts desto trotz hier für euch meine Anleitung:

Wolle: Filzgarn, 50 g – 50 m Lauflänge
Rundnadel: 8
Verbraten habe ich 185 g.

An Hals angefangen mit 20 Maschen, immer 2 links – 2 rechts.
Ca. 17 cm gestrickt, damit es ein Rolli für den Hals wird.

Dann auf jeder Seite am Anfang und am Ende der Runde soviel Maschen zunehmen, dass insgesamt 42 Maschen für die Breite der Wärmflasche auf der Nadel sind.
Bei mir sind das pro Seite 11 M.

ZOPFMUSTER:

A.  2. – 6. Reihe:
9 re Maschen (Außenmaschen, bis Zopfmuster anfängt)
dann für das Zopfmuster rechts: 1 M re, 2 M li, 6 M re, 2 M li, 1 M re
weiter für das Zopfmuster links: 1 M re, 2 M li, 6 M re, 2 M li, 1 M re (dasselbe wie für rechts)
9 re M (Außenmaschen ab Zopfmuster bis Ende der Reihe) = 42 M Gesamtbreite.
So weiter 6 Reihen stricken.
Die Rückreihen immer so stricken, wie sie erscheinen, re M rechts, li M links.

B.  7. Reihe:
9 re M.
Achtung, jetzt kommt die Vertüddelung für das Zopfmuster:
1 M re, 2 M li, 3 M auf eine Hilfsnadel hinter (!) die Arbeit legen, 3 M re, die 3 M der Hilfsnadel re, 2 M li, 1 M re. Das ist der Verdreher für den rechtsdrehenden Zopf.
Weiter für den linksdrehenden Zopf:
1 M re, 2 M li, 3 M auf eine Hilfsnadel vor (!) die Arbeit legen, 3 M re, die 3 M der Hilfsnadel re, 2 M li, 1 M re. Das ist der Verdreher für den linksdrehenden Zopf.
9 re M.

C.  Die nächsten 6 Reihen wieder wieder wie unter A. stricken.

Also immer in der 7. Reihe die Verdreher für die Zopfmuster stricken.
Dann wieder 6 Reihen wie unter A. stricken.

In dem Zopfmuster so ca. 62 cm stricken. Ihr erhaltet einen langen Schal.

Für den Einschub kurz vor dem Beginn des rückwärtigen Halses:
5 M re, 32 Maschen abketten, 5 M re.
In der nächsten Reihe wieder 5 M re, 32 M aufnehmen, 5 M re. Somit habt ihr nen Schlitz 😉
Dann 2 Reihen re M, damit der Schlitz ein wenig Stand bekommt.
Für den rückwärtigen Hals 11 M abketten, 20 M re, 11 M abketten.
Jetzt habt ihr nur noch die 20 M für den Hals auf der Nadel.
Den wieder ca. 17 cm im Bündchenmuster 2 M re, 2 M links stricken.

Die Blende habe ich frei nach Schnauze an den oberen Rand des Schlitzes im Bündchenmuster 2 re, 2 li, gestrickt.

Die Seiten zusammen nähen.
Knöppe dran.
2 Häkelschnüre dran.

Freu!

Und ab damit zu RUMS!

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Zopfmuster: berechnend

Großes Kopfzerbrechen bereitete mir gestern abend, wie ich das von mir favorisierte Zopfmuster rechnerisch auf die Maße der Wärmflasche übertrage.

Ich hatte ja schon eine Probe mit 2 Zöpfen mit der Wolle gearbeitet, hatte also schon mal Zahlen für Breite und Höhe, Maschen- und Reihenanzahl.
Umgerechnet auf die Angabe der Maschenprobe, die auf der Banderole der Wolle stand – ich vertrau da mal jetzt voll drauf, kommt schon hin – kam ich zu folgendem Ergebnis:
Das Zopfmuster muss durch 12 teilbar sein.
Die Wärmflasche hat die Maße…
Aber seht selbst 😉

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Durchgestiegen?

Ich Füchsin habe alle Register der iPad-Technologie gezogen 😉:
Foto der Wärmflasche knipst, in SketchExpress geöffnet, Ebene drübergelegt, gezeichnet, gerechnet, zusammen gespeichert – ein Bild!
Hm.
Da ich das Zweizopfmuster mittig legen möchte, musste ich die Maschen rechts und links des Zopfmusters errechnen.
Also: 42 Maschen = Breite der Wärmflasche.
Davon 26 Maschen = Zöpfe (24 Muste

HALLO FRAU HILD, KEINER ZUHAUSE? DURCH 12 TEILBAR…!
Ääähhh… Ich hab ja die beiden Randmaschen der Anleitung mit ins Zopfmuster gerechnet!
Also besteht das Zopfmuster nur aus 24 Maschen, die Maschen rechts und links davon dann jeweils aus 9 Maschen inkl. 2  Randmaschen!
24 + 2 x 18 9 = 42!
(Danke, Christine!)

So.

Jaaaa… es war spät gestern.

Wenn mich nicht der Irrsin geknutscht hat, müsste es so hinkommen.
Hoffe ich.

Und heute abend errechnen wir noch die Höhe der Zöpfe!

Freu mich schon…