diefrauhild im Hosenwahn

Mittlerweile habe ich 5 Hosen nach meinem selbstgemachten Standardschnitt nach dem Buch Schnittkonstruktion für Damenmode von Hofenbitzer gebastelt.

Ein Ende meiner Fertigung von bequemen Hosen seh´ ich noch nicht wirklich, zumal ich mit dieser Hosenform modisch 2016 ganz gut im Rennen liege: hoher Bund, betonte Hüften, freier Fall nach unten 😉

Entstanden sind zu den beiden anderen

eine aus dickem, kräftigen, leuchtendblauen Jeansstoff

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eine aus feinem dunkelgrauen Wollstoff (irgendwie ist mir diese Aufnahme überhaupt nicht gelungen. Ich hätte für mehr Licht sorgen sollen…)

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und eine aus kariertem Flanell, die – wie ich sehe – ich doch ein wenig länger lassen sollte. Und ein zusätzlicher Druckknopf im Bund würde nix schaden.

Alle wurden bereits hinreichend getestet und für gut befunden.
Und damit kann ich zu RUMS.

Übrigens nähe ich kein Futter in die Hosen – ich mag das nicht.
Dafür habe ich mir eine bis zum Knie gehende Hose nach dem gleichen Hosenschnitt aus flutschigem Futterstoff genäht, die ich unter all diesen Modellen trage.
Erfüllt hervorragend ihren Zweck.

Aber: ich habe festgestellt, dass natürlich dazu hervorragend kurze (!) Jäckchen und Tops passen.
Prima. Ich habe fast nur längere Oberteile.

Aber da bin ich schon bei meinem nächsten Projekt: Das Kopieren von bestehenden Kleidungsstücken!

 

Das Jahr fängt gut an

Die Monate November und Dezember 2015 habe ich mit der Schnittkonstruktion von Hosen verdaddelt. Nach dem schönen Buch „Bekleidung Schnittkonstruktion für Damenmode“ Band 1, Grundlagen, von Hofenbitzer.
Die beiden Monate sind praktisch an mir vorbei gerauscht.
Hätte mir keiner gesagt, dass Feiertage sind, ich hätt´s glatt vergessen… 😉

Nee… Quatsch!
Ich hatte eine sehr schöne und entspannte Zeit mit guten Freunden, tollen Essen, Weihnachtsmarktbesuchen, einem irren Konzertbesuch in Barby – das liegt südlich von Magdeburg an der Elbe. Sehr zu empfehlen das Gasthaus „Zum Rautenkranz„. Da sieht und hört man solche Leckerbissen wie „Nazareth“ oder „Molly Hatchet„, übernachtet in netten Zimmeren mit einem ordentlichen Frühstück. Und mit ziemlicher Sicherheit schmiert man sein Brötchen neben den ebenfalls frühstückenden Bandmitgliedern.

Aber genug der Infos aus der Nicht-Näh-Welt und zurück zu Hofenbitzer.

Den Standardschnitt „Grundschnitt für eine gerade Hose“ habe ich erstmal auf Eis gelegt. So richtig kann ich mich nicht mit der Beinform anfreunden.

Dafür entdeckte ich einige Seiten weiter einen Grundschnitt für eine legere Hose, hervorgezaubert aus dem vorigen Standardschnitt.
MEIN DING!

Und tatsächlich 2 schöne Exemplare hinbekommen:

Hose 1, der Prototyp

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Der Stoff ist von Oxfam: ein Wolle-Chemie-oder so-Gemisch in braun/schwarz/weiß, Pfeffer und Salz-Look.
Etwas schwer und robust, hat aber dadurch einen schönen Fall.

Hose 2, sozusagen die Beta-Version 😉

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Ein hellblau/schwarz karierter flauschig weicher Wollstoff vom Holländischen Stoffmarkt.
Aaaaaahhhh… diese Farbe… 🙂 Eigentlich sollte daraus ein Kleid entstehen…
Und hier hab ich mir höllisch viel Mühe beim Zuschneiden gegeben!
Auch ich habe etwas aus „Geschickt Eingefädelt“ gelernt: vor meinem geistigen Auge sah ich die strenge Inge, die auf meinen Hosenschnitt schielte und ermahnte, beim Zuschneiden ja den Musteransatz zu bedenken!
Ist ziemlich gut geglückt!
Jetzt seh ich, dass ich vorne am Bund den Knopf etwas zurück setzten sollte. Sitzt etwas spack am Bauch… 😉

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, spendierte ich beiden Hosen Hüftpassentaschen aus einem doofen Hosen-Kaufschnitt von Burda.
War der doch noch zu was nütze…

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Und erweitert habe ich die Schnitte um die Reißverschlussbelege.

Statt Futter – ich bin ja eine faule Socke! – hab ich mir eine Unterhose genäht. Sozusagen der Unterrock mit 2 Beinen.
Champagnerfarbener Futterstoff, knielang. Die Hosen fallen dann wirklich besser ab dem Po.
Kann ich leider nicht zeigen: ich trage grad´ das blaue Modell… 😉

Und so sieht mein Schnitt, auf meine Proportionen zugeschnitten, aufgeklebt auf Pappe aus, für die IMMER-UND IMMER-WIEDER-BENUTZUNG!

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Und nun ab damit zu RUMS!

Nachtrag: Leider kann ich meine Sahnestückchen nicht auf die RUMS-Seite bringen: das dortige Verlinkungstool verschwindet und ist nicht mehr auffindbar.
Schade!
Gott, bin ich blöd – hätte mal auf den Kalender gucken sollen: da war der Donnerstag bereits gelaufen 😉

Schnittkonstruktion Hose

HA!!!! Die Probehose ist fertig!

Wenigstens 8 Std.! habe ich an einer Schnittkonstruktion eines Grundschnittes für meine persönliche Standardhose gemessen, gerechnet, gezeichnet, radiert, Haare gerauft und Unmengen von Tee und Kaffee in mich rein geschüttet.

Aus der allerhintersten Hirnecke musste ich mein Schulwissen über Winkelmessungen mit Hilfe des Geo-Dreiecks hervor kramen.
(Wieder mal erstaunt, was man so alles im Koppe hat…)

  • Ich kenne jetzt die Bedeutung des ordentlichen messens der Körpermaße – kann man nie oft genug und vor allen Dingen genau machen. (Notiz an mich: einen ordentlichen Taschenrechner zulegen – dieses Gefummel mit dem iPhone geht mir auf den Keks.)
  • Ich weiß jetzt, welche Bedeutung die Sitzhöhe hat, wo Taille-, Schritt-, Hüft- und Knielinie zu sitzen haben, was die Abwinkelung der Hüftlinie im rückwärtigen Hosenteil mit dem Schnitt macht.
  • Wie Abnäher berechnet werden.

Und gestern Nacht gegen o.oo Uhr habe ich mir einen Gin mit Martini und viel Eis gegönnt!

– SENF AN DIE DECKE, KONFETTI IN DIE LUFT! –

Es funzt!
Die Probehose sitzt bereits bei der ersten Anprobe um Klassen besser als meine bisherigen Hosen-Nähstücke nach Schnitten!

  • Sie sitzt an Po und Hüften und im Schritt bequem, aber dennoch schön figurbetont.
  • Der Katzenbart hält sich in Grenzen, kein Gekneife am Po und das bisschen Zuviel an Stoff an den hinteren Oberschenkeln, was bisher auch an Kaufhosen mein Problem war, bekomme ich auch noch weg.
  • Die berechneten Abnäher vorne und hinten sitzen offensichtlich goldrichtig.

Allerdings stelle ich fest, dass das Tragen eine solchen Hose etwas gewöhnungsbedürftig für mich ist. War ich bisher gewohnt, dass meine Kaufhosen eng und eine kurze Sitzhöhe haben, muss ich nun umdenken. Durch die hohe Taille sitzt die Hose anders! Besser, wie ich finde.

Und weil ich grad so ´nen Lauf hatte, hab ich auch gleich noch gelernt, einen Hosenreißverschluss mit Unter- und Übertrittbelegen einzunähen!

Das war auch nochmal so ´ne Aktion!

In meinem Schnittkonstruktionsbuch tauchten die Begriffe „Übertrittbeleg“ und „Untertrittbeleg“ auf.
Da ich keinen Schimmer hatte, wieviel es davon an einem Hosenverschluss zu geben hat, wie sie aussehen, was man damit macht (nein… auch die Begutachtung meiner Hosen brachte nicht die notwendige Erleuchtung), habe ich das Internet bemüht. Und mich dumm und albern gesucht.
Ich Dummerle kam doch nicht auf die Idee, dass sie dort nur unter dem Begriff „Belege“ zu finden sind. (sehr witzig, liebes Internet…)

Als ich endlich fündig wurde, hat es nochmal ein Viertelstündchen gedauert, bis ich mitbekam, dass bei ALLEN von mir angeklickten pdf- und YouTube-Anleitungen von 2 angeschnittenen Belegen an den Vorderteilen ausgegangen wurde.

Ich hatte gar keine. Weder angeschnitten noch irgendwas.

Für die Dinger musste ich also erst Breiten- und Längenangaben zusammen suchen, ausmessen, zuschneiden und drannähen, um etwas zum Annähen des Reißverschlusses mitsamt dem Übertrittbeleg zu haben.
Für die Probehose habe ich allerdings auf Knopf und Knopfloch aus Bequemlichkeit verzichtet – da musste eine Stecknadel reichen.

Aber das übt ja alles ungemein!

Gearbeitet habe ich nach dem Buch Schnittkonstruktion für Damenmode, Band 1 Grundlagen. Bekleidung. von Guido Hofenbitzer – ein super Weihnachtsgeschenk für Nähbegeisterte…
Und nach der pdf-Anleitung von Farbenmix und dem dazugehörigen Video Hosenreißverschluss einnähen auf YouTube.
Toll, dass es sowas gibt!

Alles Mögliche ist entstanden…

… nur kam ich bisher nicht dazu, ausführlich darüber zu bloggen.

Der Schwager ist nach einem knappen halben Jahr an Krebs gestorben.
In den letzten Wochen waren meine Gatte und ich mit der Situation vor und jetzt nach seinem Tod damit beschäftigt, uns um Schwiegermutter zu kümmern, Formalitäten zu regeln, Dinge zu sichten.

So rechte Lust zu bloggen kam daher bei mir nicht auf.

Aber jetzt ist ein bisschen Luft:

DIE HOSE IST FERTIG UND SIE IST GUT. Zumindest vorne…

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Meinen ursprünglichen Plan, zumindest 1 Tasche reinzubasteln, habe ich aufgegeben.
Ich hatte sie drin. Aber eine Nahttasche nur an einer Seite machte mich zum Quasimodo: beult einseitig und sieht somit oberdoof aus.
Also wieder raus damit.

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Zudem habe ich ihr noch ein Futter bis ganz runter gegönnt.
Madame Mutter meinte, halbes füttern bis übers Knie reicht.
Das mag für Trägerinnen seidenzarter Nylons unter Hosen gelten, nicht für erdverbundene Kniestrumpfträgerinnen  wie mich.
Nach dem Sitzen klebten die Hosenbeine auf Wadenhöhe am Strumpf fest und blieben dort, was ziemlich bescheuert aussah. Ich will, dass das wie Butter am Bein wieder hinuntergleitet bis dahin, wo es hingehört.
Also noch Futter dran gebastelt.

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Einen Umschlag auf Knöchelhöhe bekam ich nicht hin – ich habe schlicht etwas zu viel vom Saum abgesäbelt.
Aber ist auch so ok.

Genial finde ich die genähte Bügelfalte! Das sieht wirklich gut aus!

Aber – ich von hinten: Das sieht nicht gut aus!

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Schuld daran sind die Längsfalten (nein, nicht Querfalten unter dem Po. Da ist alles im Lack!) an den hinteren Oberschenkeln. Ist mir allerdings erst nach einigen sitzenden Stunden aufgefallen. Irgendwie ist der Stoff da zuviel. Vielleicht findet die Hose aber auch mein Hinterteil zu flach? Das Problem hatte ich jedenfalls auch schon mal bei gekauften Hosen.
Hm.
Ich denke, da muss ich noch einmal den Bund abtrennen und die rückwärtigen Teile ca. 1 -2 cm höher in den Bund einnähen.

Ich muss also nochmal dran rumpruckeln.
Vielleicht fällt euch etwas dazu ein?

Insgesamt bin ich aber trotzdem mit dem Schnitt zufrieden. Die Hose näht sich fast von selbst, sofern man einen groben Prototyp vorher gebastelt hat.
Nur Taschen wären schön.
Aber da habe ich gestern bei Burda zwei neue Modelle entdeckt… 😉

UND JETZT NOCH DER OBERKNALLER:
Der Gatte spendierte mir eine OVERLOCK!!!!
*KREISCH…*

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Eine kleine von Brother, beim Fachhändler meines Vertrauens – wo ich kurz mal reingeschneit bin wegen eines Reißverschlusses – um einen Hunni herabgesetzt!
Und damit sind bereits meine nächsten beiden Teile entstanden (ich wies ja bereits auf OkiStyle hin…).

😄

Das Hirngespinst Nr. 1 nimmt Gestalt an

Nachdem ich mir in den Kopf gesetzt hatte, dieses schöne Teilchen

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nachzunähen, bestellte ich ja im hervorragenden Internet einen Schnitt von Burda.
Voll Retro.
Aus den 80ern.
Der Schnitt ist angekommen. Alles ok.

Letzte Woche war ich, um die Stoffauswahl mal wieder zu checken, beim Offline-Händler meines Vertrauens. Da lagen dann diese wunderbaren Schnittmusterkataloge von Burda herum… 🙂

Die Modelle der kommenden Herbst-/Wintersaison…

Nur mal so reingucken…

Und da war sie!

Burda Style Nr. 7123:
Kleine Größe.
Schmal geschnitten.
Hoher Bund.
Mit Bügelfalte.
(Mittlerweile weiß auch ich, dass diese gesteppt wird, um bis in alle Ewigkeit die Form zu waren…)

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Ich habe noch NIE einen Schnitt im Kaufhaus gekauft! Jetzt tat ich es!

Zu Hause gespannt wie ein Regenschirm ausgepackt.

Hm.

Im Prinzip wie der 80er-Burda-Schnitt. Da hat sich nix groß geändert. Vielleicht ist die heutige Form noch etwas schmaler geschnitten.
Aber auch da gibt es nur einen seitlichen Reißverschluss; also wird es keine Einschubtaschen geben. Oder vielleicht eine…

Besonders gefielt mir, dass – wie beim 80er-Schnitt – Änderungslinien zum verkleinern des Schnittes vorhanden waren.

Da der bestellte Wollstoff noch auf sich warten lässt, war ich so frei und schnippelte mir aus eben zu solchen Gelegenheiten aussortierten Bettbezügen eine Musterhose.

Und dann noch eine.

Mittlerweile kann ich Hosenzusammennähen im Schlaf.
Besonders entzückend das Hosenbein-im-Hosenbein zum nähen der Schrittnaht – hätte mir ruhig mal jemand eher sagen können, wie einfach das dann geht!
Bei meiner Japan-Hose vor einigen Wochen habe ich mir in der Stelle fast die Finger mit eingenäht…

Hemmungslos habe ich also mit den Änderungslinien rumexperimentiert.

Erfolg:
Die 1. saß im Schritt zu knapp und hätte mit Bund auf Hüfthöhe gesessen. Mit Bund sollte sie aber auf Taillenhöhe sitzen.
Ok. 2 cm an jeweils 3 Trennungslinien wegzunehmen, war offensichtlich zu viel. Ein Hinsetzten hätte ein Maurer-Dekolleté zur Folge.
Verworfen.

Die 2. ist schon besser. Diesmal nur jeweils 1 cm an den drei Trennungslinien gekürzt.
Yipp!
Das geht!

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Jetzt warte ich nur noch auf den Stoff, dann geht´s weiter

Hirngespinst Nr. 1: Die Wollhose

Ich lese wenig Style-Magazine. Hm… eigentlich blättere ich sie nur bei Arzt- und Friseurbesuchen durch.
Ein Fehler.

In grauer Vorzeit – also vor der Möglichkeit, ein Foto eines Magazin-Artikels zu schießen und für immer auf einem Gerät zu konservieren – hab ich Interessantes im Wartezimmer auch schon mal locker herausgerissen. Ich war so frei.

Heute zücke ich mein Handy, knipse und schwupps! – ist es drin. Großartig! Tut auch dem Magazin nicht weh.

Und letztens habe ich dieses schöne Teil entdeckt.
Gesehen in einem Magazin aus Mai diesen Jahres.

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Diese Hosenform spukte mir bereits vor einigen Jahren im Köpfchen herum: oben weit, tiefer Bund mit Reißverschluss vorne, tiefer Schritt, Seitentaschen, ein Paar Taschen hinterwärts, unten schmal, mit Bügelfalte.

Und das Ganze aus einem weichen Wollstoff.
In Grau.

Und jetzt schaut euch bitte mal den Preis an – er steht klitzeklein ganz unten. Zuerst dachte ich, es wäre eine 2 vor den anderen beiden Zahlen und habe darum nochmal genauer hingekneistert *schluck*…

Also ein Foto gemacht und Zuhause genauer betrachtet. Und gedacht: so schwer ist ein Nachnähen vielleicht nicht. Wenn ich einen ähnlichen Schnitt finde…

Abends dann online bei Burda fündig geworden.

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Ein Hosenschnitt aus den goldenen 80ern – somit voll retro…
Das linke Modell hat es mir angetan.
Oben bequem, unten schmal. Und dann noch in Größe 34!
Was will ich mehr?
Sofort bestellt.

Nachdem auch ich endlich mit PayPal umzugehen verstehe *hüstel*, konnte ich nun heute (nach eineinhalb Wochen Bestellzeit, weil ich zu doof zum überweisen war…) endlich den Schnitt in Händen halten.

 

Selbigen sofort ausgepackt. Und – o Schreck: die Hose hat einen seitlichen Reißverschluss!

Das geht nicht! Da sollen Einschubtaschen sein!

Was nun? Also muss ich mich schlau machen, wie bei einer Hose der vordere Reißverschluss eingenäht wird.

Das nächste Problem wird die Auswahl des Stoffes sein: Ich träume von einem weichen, anschmiegsamen Wollstöffchen. Also schon mal im Internet recherchiert.
Nun sind die Preise für guten Wollstoff exorbitant: so um die 89,-… Wenn ich da was verhunze, beiße ich mich in meinen rückwärtigen Teil.

Hm.

Auch möchte ich wissen, wie dick der Stoff ist.

Die Grammangaben sind ziemlich abenteuerlich:
Walkloden und Wool-Mix um die 500g/lfm – erscheint mir zu schwer für eine Hose,
Kochwolle (was immer das ist) 340 g/lfm – was vom Gewicht ok wäre,
Anzugstoff ist mir zu leicht.

Als eine andere Möglichkeit erwog ich zeitweise sogar einen schweren Sweatshirt-Stoff, verwarf das aber wieder, weil ich die Befürchtung hege, das das Teil im fertigen Zustand an Hintern und Knie wie eine Jogginghose bollert.

Also werde ich mich morgen in einigen Stoffläden herum drücken, um hier und da herum zu grapschen.

Vielleicht fällt euch noch etwas zur Auswahl des Stoffes und des Schnittes ein?
Nur zu! Ich freu mich auf eure Kommentare 🙂

 

 

Hose 1.2

Jaaa…., sie war bereits fertig. Allerdings in Größe M schlicht zu bollerig. (Guckst du hier)

Also alles wieder aufgetrennt (Kappnähte!!!), dem kleineren Schnittmuster in S angepasst und neu genäht.

Und damit mir nicht langweilig wird, habe ich mal so einige kleine Schikanen eingebaut:

  1. Bei der Anpassung des Schnittes war ich so im Eifer, dass ich die Nahtzugaben vergaß. Vor dem Zusammennähen fiel mir dann siedendheiß ein, dass ich 1,5 cm für die Kappnähte (!) brauche! *stöhn…*
  2. Und welche Nahtzugabe kürze ich denne auf 0,7 für die elenden Kappnähte (!)?
  3. Und wieder mal festgestellt, dass ich nicht die größte Leuchte in „wierummussichesannähen,damites,wennichesumklappe,richtigrumdranist“ bin: 2 x die Eingrifftaschen falsch angebracht bzw. rechts und links vertauscht. 1 x in den Stoff geschnitten *KREISCH…*

Genug der Kicks! – Alles ist gut!!!

Nachdem ich auch den elenden Bund gemeistert hatte – zweimal angefertigt, weil mir nicht so wirklich klar war, wohin die Gummibänder gehören und warum da noch so Löcher für ein Bindeband rein sollen – ist das Teil ziemlich prima! 🙂
Also: ab zu RUMS damit!

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Genommen habe ich als Stoff wieder mal Bauwollköper weil extrem strapazierfähig und günstig. Zusammen mit den Kappnähten (!) wahrscheinlich unkaputtbar.
Für den Bund einen dünneren und weicheren Baumwollstoff genommen.