Ne Stola…

Wie der Zufall es will, erhielt ich vor einem Monat von meiner Mam eine große Tüte mit ziemlich viel rotem, flauschigem Stoff, die ein freundlicher Spender Oxfam zum Verkauf überlassen hat. Nur konnten die damit, ebenso wie der Spender, nix anfangen.

Also erinnerte sich meine Mam an meine Nähkünste *hüstel* und nahm sie mit, ehe Putzlappen draus wurden.

Nun stand die Tüte erstmal hier rum.

Vor ein paar Tagen räumte ich mal wieder auf 😉 und guckte mir den Stoff genauer an.

Farbe: Tomatenrot. Ein helles Rot auf der einen Seite, ein etwas dunklerer Ton auf der anderen Seite.

Haptik: Flauschig, wie weicher Filz, etwas dehnbar, gepresst, etwas dicker als Flanell mit ein wenig Standfestigkeit.

Ausgemessen ergab der Stoff ein Quadrat von ca. 1,40 x 150 cm.

Hm.

Da fiel mir doch das Buch Shape Shape von Natsuno Hiraiwa ein, dass ich im Sommer gekauft hatte, weil ich die Ideen so prima fand. Ich erinnerte mich an eine etwas abgefahrene Stola.

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Also den Stoff in der Maschine gewaschen. Er kam in einem Stück wieder raus und gefärbt hat er auch nicht.
Ooooookeeee…

Und heraus gekommen ist das:

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2 halbmondförmige Teile die in der Mitte jeweils unten und oben zusammengenäht werden, so dass in der Mitte nen Loch entsteht – stellt euch einen Donut vor: in der Mitte gucke ich raus 😉 Ich brauchte noch nicht mal die Kanten versäubern. Nur die Schleifenbrosche habe ich noch fabriziert.

Das Teil lässt Spielraum für einige Variationen: Kleinerer Durchmesser des Innenkreises, mehr Stoff im Rückenteil, insgesamt länger usw. usf.

Und jetze noch schnell bei RUMS reinstellen…

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Zwischendurch

mal ein Nadelmäppchen gebastelt.

Hätte mir jemand vor 10 Jahren gesagt, dass ich sowas mal freiwillig nähen würde, ich hätte ihm erstmal einen Vortrag zu den Themen „Zeitverschwendung“, „unsinnige Dinge“ und „Spießertum“ oder so in der Art gehalten.

Nun denn.
Ich habe mir nicht wirklich ´nen Kopp darüber gemacht.
Entsprechendes ist dabei heraus gekommen.

Während des Nähens kamen mir bessere Ideen, nur war da schon mein verhunzter Stickversuch auf der Front geschehen.
Aber ich habe mich im Kopflochnähen versucht – und das geht prima! 🙂 Allerdings erst, nachdem ich 10 Minuten die Gebrauchtsanleitung bezüglich der Verwendung des Knopflochfüßchens von vorne bis hinten und zurück gelesen hatte.
Das Knopfannähfüßchen habe ich nach einigen Versuchen in die Ecke gepfeffert – per Hand annähen geht schneller und mit dem dicken Knopf geht´s schon gar nicht.

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